Hobby und Beruf in einem?
Eine Kolumne über meine berufliche Zukunft.

Wenn ich wirklich Journalistin werde, werden dann der Besuch von Anlässen, das Durchführen von Interviews und das Erstellen von Videos zu Arbeit? Klingt nicht das Wort „Arbeit“ nach etwas total Lästigem, das man einfach macht, weil es notwendig ist, um sein Leben zu finanzieren? Macht mir dann mein Hobby weniger Spass, weil es ja dann als “Arbeit” gilt?

Jetzt geht noch alles unter “Hobby”. Das Schreiben, Fotografieren, Recherchieren, Beobachten, Hinterfragen, Besprechen, Präsentieren, Quatschen, Tee trinken…!

Wird das “Arbeit”? Dieses Wort klingt so sehr nach Pflicht! Dabei ist es für mich eine Leidenschaft, ein Lebensstil.

Es gibt für mich nichts Schöneres als Brücken zu bauen, zwischen interessierten Menschen und der Wissenschaft, zwischen Grünen und Kapitalisten, Reichen und Armen, zwischen Religionen oder auch nur zwischen Chef und Mitarbeiter, Lehrer und Schüler, Eltern und Kindern. Ganz einfach durch Sprache, Information, ausgewählte Formulierungen.

Was wäre der Beruf der Journalistin ohne Lesen, ohne Hinterfragen, ohne Verstehen lernen? Und was wäre meine Freizeit ohne Lesen, ohne Hinterfragen, ohne Verstehen lernen?

Mein Hobby ist also im Job involviert. Man könnte schon fast sagen: Mein Hobby könnte mein Job werden! Wie geil ist das denn?!

Aber… Wenn es mein Job wird. Werde ich dann sagen müssen: “Ich gehe arbeiten”, wenn ich ein Interview mit jemandem führen darf? Wenn ich in einer Firma oder in einem Museum hinter die Kulissen schauen darf. Ist dass dann “Arbeit”?

Der Begriff Arbeit klingt in meinen Ohren immer noch nach einer lästigen Pflicht. Nach etwas, das man nicht freiwillig machen möchte – oder nur zum Zweck. Schreiben und Recherchieren machen mir aber so Spass, dass es mich traurig stimmen würde, davon als Arbeit zu sprechen.

Was nun? Mache ich mein Hobby zur Arbeit oder meine Arbeit zum Hobby? Definitiv Letzteres!

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