Abstimmungen: Altersvorsorge 2020
Wie stimmen?

Quelle: Pixabay

Wie so oft in der Schweiz stehen wieder einmal Abstimmungen vor der Tür. Genauergesagt die Abstimmungen des 24. September 2017, bei welchen die Stimmbevölkerung über drei Vorlagen entscheidet. Im folgenden Artikel stellen wir euch die Argumente der Befürworter und Gegner des Gesetzesentwurfs „Altersvorsorge 2020“ und die dazugehörige Mehrwertsteuererhöhung.

Die Altersvorsorge jetzt

In der Schweiz besteht die Altersvorsorge aus 3 „Säulen“. Die Erste, die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung), erhält jede Rentnerin und jeder Rentner. Sie deckt die Grundkosten und funktioniert solidarisch. Somit bezahlen die jetzigen Arbeitnehmer und -geber für die Rentner von heute. Die zweite Säule: die sogenannten Pensionskassen. Jeder Bürger der Schweiz zahlt in eine ein und kann diesen eingezahlten Betrag als Rentner abrufen. Die Gelder werden dann (z. B. an der Börse) investiert, was langfristig einen Gewinn für die Rentner generieren soll. Dieser ist jedoch nicht garantiert, da diese natürlich auch Verluste einfahren können. Beide Säulen sind obligatorisch, jedoch unterschiedlich, da jeder gleich viel AHV erhält, während bei den Pensionskassen der Betrag vom generierten Einkommen abhängt. Die dritte freiwillige Säule ist von dieser Reform jedoch nicht betroffen.

Was würde sich ändern?

Das Ziel der Vorlage ist, die AHV längerfristig finanzieren zu können. Da die Bevölkerung im Schnitt immer älter wird, wird auch das AHV-Defizit grösser. Um dies zu verhindern wird das Rentenalter der Frauen von 64 auf 65 erhöht. Das der Männer bleibt bei 65 stehen. Zudem werden die Mehrwertsteuer von 8% auf 8.3% und der AHV-Beitrag, welche Arbeitnehmer und -geber einzahlen, auf 8.7% von 8.3% angehoben. Dies sichert eine längerfristige Finanzierung.

Der zweite Schwerpunkt der Vorlage liegt dabei bei den Pensionskassen. Der Umwandlungssatz soll der gestiegenen Lebenserwartung angepasst werden und somit von 6.8% auf 6% gesenkt werden. Rentnerinnen und Renter werden somit weniger Geld im Monat zur Verfügung haben, insgesamt über die Jahre hinweg erhalten sie jedoch gleich viel. Um dies auszugleichen wird zusätzlich die AHV-Rente um 70 Franken erhöht, was in den meisten Fällen diese 0.8% ausgleichen wird.

Die Argumente

Pro:

  • Mit der «Altersvorsorge 2020» bleibt die Höhe der aktuellen und zukünftigen Renten erhalten.
  • Ohne die Reform drohen der AHV im nächsten Jahrzehnt grosse Defizite.
  • In der Pensionskasse fliesst heute das angesparte Geld der Berufstätigen immer mehr zu den Pensionierten. Mit der Reform wird das verringert.

Contra:

  • Mit der Reform müssen Frauen ein Jahr länger arbeiten. Das ist inakzeptabel und es gibt keinen guten Grund dafür.
  • Auch die heutigen Pensionierten kämpfen mit steigenden Kosten. Ihnen hilft die Reform aber nicht.
  • Die Reform garantiert nicht, dass zukünftige Pensionierte gleich viel Rente erhalten wie heutige Pensionierte.

Was ist deine Meinung zur Altervorsorge 2020? Wie wirst bzw. würdest du Abstimmen? Diskutiert in den Kommentaren

Quelle: https://www.easyvote.ch/de/abstimmungen/24-september-2017/voting-proposal/165/show/

 

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1 Kommentar
  1. Mr. Hinkelkrieg 2 Monaten ago

    Junge, Frauen, Einkommensschwache, RentnerInnen, an die Urnen!
    Ein ganz klares NEIN!
    Inakzeptabel, denn die ganze Reform wird von Frauen und Jungen sowie heutigen RentnerInnen bezahlt. Was mehr an AHV ausbezahlt wird, verlieren die ganz Einkommensschwachen direkt wieder an der Reduktion der Ergänzungsleistungen. Heutige Rentner verlieren einen Teil ihres schon bescheidenen Einkommens, da die MwSt erhöht wird. Eine Scheinreform sondergleichen, welche in spätestens sieben Jahren eine neue Reform nötig hat aufgrund neuen Lücken in der Finanzierung. NEIN zu dieser konservativ-rückwärtsgerichteten, scheinsozialen „Reform“.

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