Achtung, Pollen im Anflug!
Tipps gegen Heuschnupfen

Quelle: unsplash.com

Sonnenschein, wolkenloser Himmel, Vogelgesang, satte Wiesen und farbige Blütenpracht. Der warme März ist nach dem Winter mit dem kältesten Januar seit Jahrzehnten sehr willkommen. Die berühmten Frühlingsgefühle entfachen und locken die Menschen wieder vermehrt nach draussen. Zeit für Radtouren, Spaziergänge und Grillabende!

Einzig bei Allergikern wird sich wohl die Aufregung über die aufgetaute und aufgewachte Natur in Grenzen halten. Für sie beginnt gemeinsam mit dem faszinierenden Wandel der Jahreszeiten und dem Genuss der warmen Sonnenstrahlen auch eine Leidenszeit. Die ersten Pollen sind bereits seit Februar in der Luft. Mit dem April beginnt nun die Hauptpollenzeit. Somit sind auch der Schnupfen und die juckenden oder tränenden Augen wieder zurück. Zu den Symptomen der Pollenallergie, bei uns in der Schweiz meist Heuschnupfen genannt, gehören aber auch Niesattacken und Juckreiz in Gaumen, Nase und Ohren. Wie alle Allergien, ist auch die Pollenallergie eine Fehlreaktion des Körpers. Die Symptome sind die Reaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen, in diesem Fall die Pollen. Der Fliessschnupfen und das Niesen sollen die Fremdkörper ausstossen. Schwellungen der Bindehaut sollen verhindern, dass die vermeintlich feindlichen Pollen eindringen können. Es handelt sich also um eine Schutzfunktion des Körpers. Für diese Reaktion ist der vom Körper ausgeschüttete, körpereigene Botenstoff Histamin verantwortlich, der Schwellungen verursacht. Antihistamin kann vorbeugend eingenommen werden, um dieser Fehlreaktion des Abwehrsystems entgegenzuwirken.

Momentan sind vor allem die Birken- und die Eschenpollen in der Luft. Die Esche ist eine verbreitete Baumart in Mischwäldern, also nehmt euch in Acht, falls ihr auf Eschenpollen allergisch reagieren solltet.

Weil wärmere Temperaturen einen früheren Beginn der Pollensaison bedeuten, spielt die Klimaerwärmung auch bei der Pollenthematik eine grosse Rolle. Zum Beispiel die Gräserpollensaison hat aufgrund der klimatischen Veränderungen seit den 1990er Jahren immer früher begonnen. Das trockene und warme Wetter hat die Pollenbelastung begünstigt. Einerseits wegen der frühzeitigen Blütezeit und weil sich die Pollen schnell verbreiten und leicht aufwirbeln. Regen kommt da sehr gelegen, da das feuchte Nass die Luft reinigt. Der Regen filtert die Luft und schwemmt den Pollen weg. Für Allergiker definitiv eine willkommene Dusche.

Es gibt noch andere Tricks, wie man sich dem Niespulver der fruchtenden Natur etwas entziehen kann:

  1. Aussenkleidung zu Hause ausziehen, damit sich die Pollen nicht in die Polster der Sitzmöbel graben.
  2. Haare abends waschen, um das Bett pollenfrei zu halten.
  3. Zu pollenarmen Zeiten das Haus lüften, zum Beispiel nach einem Regenguss. Sonst gelten in den Städten die Morgenstunden als pollenärmste Zeit, auf dem Land die Abende.
  4. Sonnenbrille tragen, besonders bei warmem und windigem Wetter. Augentropfen für gereizte Heuschnupfen- Augen immer dabei haben. Linsenträger sollten besser ihre Brille tragen.
  5. Wäsche zum Trocknen nicht draussen aufhängen.
  6. Antihistamin-Tabletten eine Stunde vor Aufenthalt draussen einnehmen.

 

Quellen: Meteoschweiz.ch, Aha.ch Allergiezentrum Schweiz, Pollenundallergie.ch, Srf.ch

Von Alyssia

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