Emotionen, die man nicht beschreiben kann?
Fremdwörter gibt es für alles!

Quelle: stocksnap.io

Hattet ihr schon mal ein sehr spezielles Gefühl, aber ihr hattet kein Wort, mit dem ihr es beschreiben konntet? Dann helfe ich euch jetzt, denn in diesem Beitrag geht es um seltene Wörter für Emotionen, die man kaum kennt. Diese Wörter beschreiben Gefühle, die man sicher schon einmal hatte, und vielleicht denkt man sogar „Oh, es gibt also auch andere Menschen, die das schon mal gefühlt haben? Jemand hat ein Wort dafür gefunden!“ Und zusätzlich haben diese Emotionen auch wunderschöne Namen, bei denen es richtig Spass macht, sie auszusprechen! Leider fand ich teilweise nur die englische Aussprache der Wörter, aber heutzutage ist das ja kaum mehr ein Problem ;). Hier also meine liebsten komischen Emotionen und spezielle Situationen, die man (bis jetzt) nicht beschreiben konnte.

  • Sonder: Die Erkenntnis, dass jeder andere Mensch ein genauso wichtiges und komplexes Leben hat wie du und sich auch Sorgen macht, liebt, leidet,und so weiter.
  • Opia: Die beängstigende Intimität, einer anderen Person tief in die Augen zu schauen, direkt in die Seele.
  • Rubatosis: Das mulmige Gefühl, wenn man den eigenen Herzschlag hört in der Stille, und sich darauf konzentriert, auch wenn man ihn vergessen will.
  • Chrysalism: Das sichere Gefühl, das aufkommt, wenn es draussen regnet und stürmt, während du im Haus sitzt und warm hast, man vergleicht dieses Gefühl mit der Zeit im Bauch der Mutter.
  • Onism: Der Ärger, den man empfindet, weil einem klar ist, dass man nur einen Körper hat, nur an einem Ort gleichzeitig ist, wenn man doch so viel sehen will in so kurzer Zeit. Ein Menschenleben ist kürzer, als man denkt.
  • Monachopsis: Das allgegenwärtige Gefühl, nicht dazu zu gehören, am falschen Ort zu sein, nicht dazu zu passen.
  • Vellichor: Die träumerische Ausstrahlung eines alten Buchladens oder einer Bibliothek, unzählige Geschichten und endloses Wissen, angesammelt während Jahrhunderten…
  • Kenopsia: Die ungewohnte Ruhe eines normalerweise belebten Ortes, zum Beispiel ein Einkaufscenter kurz vor Schliessung am Abend oder das Gymnasium um 9 Uhr abends.
  • Mauerbauertraurigkeit: Der Reflex, liebende Menschen von dir wegzustossen und alleine zu sein, weil du taub geworden bist zu Empathie und Synpathie und ehrliches Interesse nicht mehr von Small-Talk unterscheiden kannst.
  • Jouska: Eine Konversation, die nur in deinem Kopf stattfindet, in einer hypothetischen Zukunft oder als Ersatz für eine misslungene Konversation in der Vergangenheit.
  • Vemödalen: Der Frust, wenn jedes Foto, das du schiesst, schon in einer besseren Version existiert, dass alles schon mal gemacht wurde, und man keine neue Kreativität in diese Welt setzen kann.
  • Anecdoche: Eine Konversation, in der jeder redet, aber keiner zuhört.
  • Ellipsism: Die Trauer, dass man stirbt und nie wissen wird, wie die Geschichte endet, nie die Zukunft wissen wird, nicht wissen wird, wie die Menschheit endet, weil du es vorher tust.
  • Exulansis: Wenn man es aufgibt, einer Person eine spezielle Emotion zu erklären, weil sie es nie wirklich verstehen werden, und der Frust danach, nie richtig verstanden zu werden.
  • Adronitis: Die Frustration, wenn es zu lange geht, eine Person richtig kennenzulernen, weil beide Personen zuerst ihre Wände fallen lassen müssen.

Hattet ihr schon mal ein solches Gefühl? Jetzt wisst ihr, wie ihr es nennen könnt!

Quelle: dictionaryofobscuresorrows.com

 

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0 Kommentare
  1. Ruben 3 Wochen ago

    Sehr informativ, danke!
    Jedes hier beschriebene Gefühl rief eine eigene Erinnerung in mir hoch. Wirklich genial.

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