Dungeons and Dragons: Was ist das?
Wir haben es gespielt und klären auf!

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Jenen von euch, die Stranger Things oder The Big Bang Theory geschaut haben, wird der Begriff „Dungeons and Dragons“ bekannt sein. Das nerdigste Spiel, das einem in die Hände geraten kann – und dann soll es auch noch extrem kompliziert sein! Einige unserer Redakteure haben sich die Zeit genommen und das Spiel ausprobiert.

Spoiler: In diesem Beitrag versuchen wir,  zu erklären, was es eigentlich ist, wie es funktioniert, wir werden einen Mythos darüber zerstören und eine unserer Redakteurinnen wir ihre persönliche Meinung über das Spiel preisgeben.

Was genau ist eigentlich Dungeons and Dragons?

Dungeons and Dragons, auch abgekürzt „D&D“ genannt, ist ein RPG, ein Rollenspiel auf deutsch. Das heisst, man nimmt als Spieler eine Rolle ein, die normalerweise frei erfunden ist. Wikipedia beschreibt D&D als „erstes Pen & Paper-Rollenspiel“. Aufgrund des Namens hört man bereits, dass dieses Spiel keinesfalls über den Computer, sondern traditionell mit Papier und Stift (und allen Mitspielern vor Ort) gespielt wird.
Die erste Version wurde bereits in 1974 in den USA auf den Markt gebracht.

Wie funktioniert das Ganze?

Die Regeln von D&D sind tatsächlich ziemlich kompliziert, aber die Grundlagen gehen folgendermassen: Es spielt mindestens ein Spieler (ideal sind etwa vier) und ein Dungeon Master (DM). Der DM hat die Aufgabe, vor dem Beginn des Spiels eine Geschichte vorzubereiten. Diese kann frei erfunden sein, aber es gibt auch viele vorgefertigte Storys zum Ausprobieren. Das Vorbereiten beinhaltet Karten zeichnen und vorplanen, einen Plot erfinden, die NPCs (non-player characters, also Nebenfiguren, die nicht von Personen gespielt werden) entwickeln, die Monster vorbereiten und so weiter.
Der DM hat die schwierigste Aufgabe, denn er ist dafür verantwortlich, dass das Spiel spannend wird. Er muss viel Fantasie haben, gut reagieren und improvisieren können.

Die Spieler schlüpfen dann in eine Rolle, die sie in der Regel selbst gemacht haben. Dafür mussten sie vor dem Spiel ein Character Sheet ausfüllen und darauf Dinge wie den Namen und die Beschäftigung des Charakters notieren. Auch notiert man, wie athletisch oder wie intelligent der Charakter ist, und zwar in Punkten, die man dann beim Spielen häufig braucht.

Das Spiel beginnt, indem der DM erzählt, wo sich die Spieler befinden und wie sie dorthin gekommen sind. Von diesem Punkt an können die Spieler frei entscheiden, was sie tun wollen, in welche Richtung sie gehen, ob sie kämpfen wollen und so weiter. Wenn ein Charakter zum Beispiel eine Wand hochklettern will, muss er, weil das ein schwieriges Unterfangen ist, zuerst mit einem der Würfel eine Zahl würfeln und die mit bestimmten Punkten auf dem Character Sheet und möglichen Zusatzpunkten zusammenrechnen. Der DM weiss, wie viele Punkte der Spieler mindestens braucht, dass ihm das Klettern gelingt, und kann dann entsprechend reagieren, sobald ihm der Spieler sagt, wie viele Punkte er gewürfelt hat. Der Sinn des Spieles ist nicht, gegen die anderen zu gewinnen, sondern, zusammen den „Dungeon“ zu erforschen, ein Rätsel zu lösen, einen Schatz zu finden, einen Endboss zu besiegen oder was auch immer.

„Dungeons & Dragons ist nur für männliche, 28-jährige Loser, die bei der Mutter im Keller wohnen und nicht sozial sind.“

Das ist das Vorurteil, das man hört. Aber so vieles darüber stimmt nicht. Als Erstes ist das Spiel komplett ohne Alterseinschränkungen. Der DM kann ja entsprechend reagieren, wenn es nicht blutig werden sollte bei Kindern. Es ist ein RPG, also zählt der Charakter, den man spielt, nicht, wer man in Wirklichkeit ist. Dann stimmt es überhaupt nicht, dass nur Männer Freude an Fantasy haben können. Wenn ich D&D spiele, dann bin ich selten das einzige Mädchen in der Gruppe. Und als letztes: Wie bei jedem RPG muss man hauptsächlich mit anderen Menschen interagieren, sonst macht es keinen Spass. Asoziale Menschen spielen kein Dungeons & Dragons.

Was denke ich darüber?

Mir persönlich macht das Spiel sehr Freude, weil ich als Dungeon Master jedes Mal meiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Man hat sehr viele Freiheiten und wenn das Spiel auch sehr anstrengend und zeitaufwendig ist, dann macht es dennoch immer Spass.

Ich empfehle es allen, die Fantasy mögen, also allen Herr der Ringe-Fans, denen, die wie ich gerade auf die neue Game of Thrones-Folgen warten, all denen, die an der Fantasy Basel waren und es cool fanden und all denen, die gerne Spiele spielen, in denen sie nicht gegen andere Mitspieler spielen müssen.

 

Hat dich Lili überzeugt das Spiel auszuprobieren? Was ist deine Meinung dazu. Lass es uns in den Kommentaren wissen oder stimme via Emojis ab.

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1 Kommentar
  1. Otv 2 Jahren ago

    Pen and Paper ist etwas unglaublich tolles – kann es jedem empfehlen. Für interessierte „Neulinge“ wird es wahrscheinlich schwer Leute im Umfeld zu finden, die auch mitmachen möchten (:

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